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Juristischer Vorbereitungsdienst

Der juristische Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Sie erhalten eine monatliche Unterhaltsbeihilfe. Ziel des juristischen Vorbereitungsdienstes ist es, Sie auszubilden. Dazu absolvieren Sie vier Pflichtstationen und eine Wahlstation.

Die gesetzlichen Grundlagen für den juristischen Vorbereitungsdienst finden Sie im NJAG und in der NJAVO. Ausbildungspläne zu den jeweiligen Stationen regeln den Inhalt und den Umfang der Ausbildung. Sie finden diese Vorschriften und Ausbildungspläne in dieser Ausbildungsbroschüre.

In der 1. Pflichtstation erfolgt Ihre Ausbildung bei einem ordentlichen Gericht in Zivilsachen. Diese Station dauert fünf Monate. Einzelheiten zu dieser Ausbildung finden Sie unter anderem in dieser Checkliste.

Es schließen sich in der 2. Pflichtstation drei Monate bei einer Staatsanwaltschaft an. Einzelheiten zu dieser Ausbildung finden Sie unter anderem in diesem Konzeptpapier und dieser Checkliste.

In der 3. Pflichtstation erfolgt Ihre Ausbildung bei einer Verwaltungsbehörde. Diese Station dauert drei Monate. Sie kann bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaft Speyer stattfinden.

Es schließt sich die 4. Pflichtstation bei einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt an. Sie dauert neun Monate. Hinweise und Ratschläge zu der Ausbildung in der 4. Pflichtstation finden Sie auch in dem Skript „Die anwaltliche Aufgabenstellung“. In den letzten Monaten der 4. Pflichtstation findet ab November 2018 erstmalig eine gezielte Examensvorbereitung statt.

Die Wahlstation ist die letzte Station des juristischen Vorbereitungsdienstes. Sie dauert vier Monate. Sie können zwischen den Bereichen Zivil- und Strafrecht, Staats- und Veraltungsrecht, Wirtschafts- und Finanzrecht, Arbeits- und Sozialrecht oder Europarecht wählen. Die Einzelheiten können Sie den Ausbildungsplänen entnehmen.

Wenn Sie die zweite juristische Staatsprüfung nicht bestehen, schließt sich der Ergänzungsvorbereitungsdienst an. Einzelheiten zum Ergänzungsvorbereitungsdienst finden Sie in dem Merkblatt zum Ergänzungsvorbereitungsdienst.

Die Oberlandesgerichte Braunschweig, Celle und Oldenburg stellen in den juristischen Vorbereitungsdienst ein. Sie nehmen die Zulassung und Auswahl in voneinander unabhängigen Verfahren vor. Einstellungstermine sind jeweils der Erste März, Juni, September und Oktober. Weitere Einzelheiten zum Prüfungsablauf finden Sie in dem Merkblatt zur Einstellung. Dort finden Sie auch die entsprechenden Formulare. Die Kapazitätsverordnung regelt das Verfahren zur Zulassung und Auswahl.

Wenn Sie einen juristischen Studienabschluss im Ausland erworben haben, ist eine Prüfung der Gleichwertigkeit erforderlich. Einzelheiten entnehmen Sie dem Merkblatt zur Gleichwertigkeitsprüfung.


Inhaltlich verantwortlich: Landesjustizprüfungsamt

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